#52Games | 03 #Natur | Little Big Planet

Liebe Gemeinde! 

Hier präsentiere ich meinen dritten Beitrag zu 52Games. Diese Woche ist das Thema „Natur“ und wie schon bei den Themen zuvor (Neubeginn und Kälte) musste ich sofort an TES 5: Skyrim denken. Aber die Zeit wird noch kommen, da ich etwas darüber schreibe. Auch Flower hätte natürlich perfekt gepasst, doch die zwei bisherigen Beiträge dazu drücken schon recht genau aus, was ich nicht anders beschrieben hätte.

Darum habe ich ein anderes Game ausgewählt, aber lest selbst:

 

Noch vor einem Jahr hätte ich mich wohl als Casual-Gamer bezeichnet. Ich habe eher gelegentlich mal am PC in Die Sims Häuser gebaut und Karrieren gestartet, mit Freunden diverse Super Mario Games an der Wii gespielt oder mir mit dem DS die Zeit vertrieben. Das hat Spaß gemacht, aber mehr als zwei mal in der Woche kam es nicht vor.

Nach und nach beschäftigte ich mich allerdings mehr mit dem Thema und entwickelte Interesse für aktuelle und vergangene - ich nenne sie mal - Blockbuster-Games. Da gibt es dann so einige (die meisten), mit denen man erst mit einer Xbox oder einer Playstation etwas anfangen kann.

Nachdem ich mich für Letzteres entschieden hatte, kam ich dann so richtig zum Zocken. Wer eine PS3 hat, kommt an so manchem Zögling von SCEI nicht vorbei und so besorgte ich mir für kleines Geld Little Big Planet.

Als ich das Game zum ersten Mal startete, war meine Mama bei mir. An ihren „Och, schau mal da!“s und „Wie niedlich gemacht!“s konnte man recht deutlich erkennen, dass sie wirklich angetan war und mir ging es nicht anders. Die gesamte Aufmachung des Spiels ist einfach so schön und detailverliebt, dass auch Menschen, die so gar nicht an Videospielen interessiert sind, gerne mal länger hinschauen um die vielen i-Tüpfelchen zu entdecken, die das Spiel zu bieten hat.

Dass ich beim Thema „Natur“ auf Little Big Planet kam, hat logischerweise mit der Natur in diesem Game zu tun. Mir geht es dabei aber auch um die „Natur der Dinge“, ihre Beschaffenheit.

Wie der Name schon sagt, befindet man sich quasi auf einem kleinen Planeten, der allerings so viel zu bieten hat, dass ein „groß“ noch hinzugefügt werden musste. Der Planet sieht genau aus wie die Erde, jedoch haben hier die einzelnen Kontinente bzw. Bereiche nicht die Namen, die wir kennen. Man beginnt in den Gärten, die sich in unserem Europa befinden, die Savanne ist in Afrika und so weiter. 

Jedes Level ist der Natur und dem Klima des Kontinents angepasst. Im Hintergrund des Savannenlevels sieht man Strohhütten, Akazien und einen glühend orangenen Himmel, von dem man sich unbewusst das Herz wärmen lässt. Das alles wirkt recht realistisch, was sicherlich auch davon kommt, dass es leicht verschwommen ist und man das Hauptaugenmerk auf den Vordergrund legt.

Hier ist die Natur allerdings anders dargestellt. „Die versuchen ja gar nicht erst, echt auszusehen“, hatte meine Mama gesagt und damit den Nagel auf den Kopf getroffen. Ob Pflanzen, Wasser, Tiere oder auch Häuser und Menschen, alles wirkt so eindeutig „unrealistisch“, dass eine neue Realität entsteht: Man kommt sich vor, als wäre man der Zuschauer eines Puppentheaters. Das Inventar des Theaters besteht aus Wellen und Wolken, die auf Pappe gemalt wurden, aus Holzmarionetten und -gefährten und aus genähten Hügeln und Büschen. Alles scheint an einem Silkfaden befestigt hin und her bewegt zu werden.

So bleibt man bei Little Big Planet einerseits der Natur eines jeden Erdteils treu und zeigt sie in ihrer größten Schönheit und Vielfältigkeit, verändert auf der anderen Seite aber die Natur der Dinge komplett. Trotzdem ist alles in sich stimmig und ein völlig neues Spielerlebnis, wie es nahezu jedes Spiel bieten will, habe ich hier tatsächlich empfunden.

Das niedlichste Spiel? Natürlich Little Big Planet. =)