#52Games | 01 #Neubeginn | American McGee’s Alice

Liebe Leute, da ist er nun: mein erster Beitrag zu 52Games mit dem ersten Thema “Neubeginn”. In Textform. Weil es ja auch eigentlich so sein soll.

Und nicht in als Video. Das ist aber fast fertig und wird einfach hinterher geschickt, hab ich mir gedacht. Heute und wahrscheinlich auch morgen allerdings nicht mehr, da ich als der Virus herumging mal wieder zu laut “Hier!” geschrien habe. Trotz leckerem Tee, schnurrenden Katzen und weichen Kissen fühl ich mich nicht so bombe und mach die Augen gleich wieder zu.

Aber zur Sache, Schätzchen. Bitteschön:

Im Oktober 2000 brachte EA ein Action-Adventure auf den Markt, welches von American McGee designet wurde. Es handelt sich hier um „American McGee‘s Alice“, ein Sequel der Kinderbücher „Alice‘s Adventures in Wonderland“ und „Through The Looking Glass“ von Lewis Carroll.

Hatten jene schon eine sehr abstrakte und eher brutale Handlung, setzt McGee mit diesem Game, das für PC und Mac veröffentlicht wurde, noch einen drauf und spart nicht an Skurrilitäten, Blut und Schreckensmomenten.

Der Autor Lewis Carroll ließ in „Alice‘s Adventures in Wonderland“ das Mädchen gegen die Herzkönigin und ihre Spielkarten im Croquet antreten. Am Ende wacht sie auf und bemerkt, dass ihr Abenteuer im Wunderland nur ein Traum war.

So ist es auch im Buch „Through The Looking Glass“.

Hier muss Alice jedoch im Wunderland als weißer Bauer ein Schachspiel bestreiten. Sie erwacht, nachdem sie „the Red King“, der im Deutschen der schwarze König ist, Schachmatt setzen konnte, in der realen Welt.

Das Game „American McGee‘s Alice“ setzt an, wo Carrol aufgehört hat, fügt allerdings noch eine kurze Zwischenhandlung hinzu. Zu Beginn des Spiels werden die tragenden Elemente der Bücher noch einmal gezeigt. Ein Schachbrett mit Figuren, Spielkarten und tickende Uhren befinden sich im Zimmer der schlafenden Alice. Sie träumt von der Teeparty mit dem verrückten Hutmacher und dem Märzhasen im Wunderland, als es in ihrem Zimmer plötzlich zu brennen beginnt. In ihrem Traum warnen sie der Hutmacher und der Märzhase und sie wacht auf.

Alice kann sich retten, doch ihre Familie überlebt den Hausbrand nicht.

Das völlig verstörte Mädchen kommt in eine Irrenanstalt und wird dort von ihrem Stofftier, welches den Märzhasen verkörpert, um Hilfe gebeten.

Dann beginnt das eigentliche Game.

Der Spieler führt Alice in Third-Person-Ansicht durch das düstere Wunderland, welches aufgrund ihrer schlechten psychischen Verfassung an Farbe und Schönheit verloren hat. Graphisch für damalige Verhältnisse gut umgesetzt überzeugt das Spiel mit grotesken, in sich jedoch stimmigen Figuren und Szenarien und führt die Handlung der Carroll-Bücher angemessen fort.

American McGee‘s Alice ist ein für mich wichtiger Neubeginn in einer Reihe, die nun mit dem Medium Videospiele ergänzt wurde. Auch der Nachfolger „Alice: Madness Returns“, der im Juni 2011 für PC, Xbox und PS3 erschien, hat mir viel Spaß gemacht. Hier können Konsolenspieler übrigens mit einem Online-Pass eine überarbeitete HD-Version des ersten Teils abstauben, der Kauf lohnt sich also doppelt.